Fachdienst Gefahrenabwehr plante drei verschiedene Szenarien auf der Autobahn in einer Übung - Einsatzkräfte agierten vorbildlich
Bad Hersfeld, 25. September 2025 - Ein Auto ist auf der A4 in Richtung Bad Hersfeld unterwegs. Bei einem
Unfall durchbricht das Fahrzeug die Schutzplanke und verletzt zwei Arbeiter auf der Baustelle schwer. Die
Zufahrt für die Rettungskräfte kann nicht über die Autobahn erfolgen. Mit diesem simulierten
Unfallszenario führten Einsatzkräfte verschiedener Institutionen eine realitätsnahe Übung auf der
Baustelle westlich von Bad Hersfeld am Mittwochabend durch. Die Verantwortlichen aus dem Fachdienst
Gefahrenabwehr des Landkreises Hersfeld-Rotenburg konnten nach dem fiktiven Einsatz ein positives Fazit
ziehen.
"Diese Übungen sind für die Einsatzkräfte von enormer Wichtigkeit. Damit bereitet man sich realitätsnah
auf den Ernstfall vor. Nur durch das Üben können elementare Abläufe getestet werden. Grundsätzlich können
wir ein positives Fazit nach dieser Übung ziehen. Wir sind sehr zufrieden, obgleich an kleinen
Stellschrauben noch gedreht werden kann. Gleichzeitig wollen wir uns bei allen Beteiligten, besonders
bei der Autobahn GmbH, für die Durchführung der Übung bedanken", erklärte Kreisbrandinspektor Marco
Kauffunger.
Beim Unfall, der im Baustellenbereich simuliert wurde, erlitt ein Bauarbeiter eine schwere Rückenverletzung
und ein anderer Arbeiter wurde beim Unfall sogar von der Brücke in die Fulda geschleudert. Zwei weitere
Arbeiter waren Zeugen des Unfalls. Während einer den Notruf absetzte, stand der andere unter Schock, war
verwirrt und nach kurzer Zeit nicht mehr auffindbar. Für die Einsatzkräfte gab es innerhalb des Einsatzes
also drei Szenarien, die gelöst werden mussten.
Nach dem erfolgten Notruf in der Leitstelle wurde die Feuerwehr Bad Hersfeld zum Rettungspunkt "Zufahrt
zum Laufholz" unterhalb des Johannesbergs alarmiert. An diesem Rettungspunkt wurden die Einsatzkräfte dann
über das Unfallgeschehen von einem der Zeugen aufgeklärt.
Zunächst wurde dann die verletzte Person aus der Fulda von den Einsatzkräften und Tauchern geborgen und
imaginär dem Rettungsdienst übergeben, währenddessen die anderen Kräfte auf das gegenüberliegende Ufer
wechselten, um vom dortigen Rettungsplatz, die am Rücken verletzte Person mit dem Hubrettungsfahrzeug zu
bergen. Die gesuchte Person wurde auf der Holzkonstruktion unter der Brücke entdeckt und ebenfalls
imaginär dem Rettungsdienst übergeben. Noch vor dem Sonnenuntergang, rund 90 Minuten nach der Alarmierung,
war die Übung dann erfolgreich beendet.
An der Übung nahmen neben dem Fachdienst Gefahrenabwehr, der Feuerwehr Bad Hersfeld auch Mitarbeitende der
Autobahn GmbH und der ausführenden Baufirma Leonhard Weiss teil. Insgesamt beteiligten sich 22
Einsatzkräfte an den Übungsszenarien.
Foto: ©Landkreis HEF-ROF