• 12. März 2026 20:55

Brennende Ladung von Bitumenlaster Autohahnbauer blockierten Hydranten

März 12, 2026

26034/A4/Alte Autobahnmeisterei/Bad Hersfeld/Kreis Hersfeld-Rotenburg/Hessen

 

Vor den Löscharbeiten musste die Feuerwehr erst einmal einen Holzverschlag aufbrechen, der um einen Hydranten gebaut war

Das erlebt die Feuerwehr bestimmt auch nicht alle Tage. Es begann gegen 14.47 Uhr mit der Alarmierung für die Feuerwehr in Bad Hersfeld und dem Fuldatal, weil unmittelbar an der ehemaligen Autobahnmeisterei auf der A4 ca. 1.000 Meter vor der Abfahrt Bad Hersfeld in Fahrtrichtung Ost ein mit Bitumen beladener LKW brannte. Das erste Fahrzeug der Feuerwehr sperrte zunächst einmal die Autobahn zur Gefahrenabwehr für den vorbeifließenden Verkehr ab. Nur kurze Zeit später traf dann auch das erste Löschfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Sofort wollten die Feuerwehrleute zeitgleich den im Heck brennenden Laster löschen und gleichzeitig den Hydranten zur Wasserentnahme vorbereiten. Da hatte die Feuerwehr aber die Rechnung nicht mit den Autobahnbauern gemacht, die im Bereich der alten Autobahnmeisterei mit der Verbreiterung und dem Neubau der A4 beschäftigt waren. Aus unerklärlichen Gründen war der Hydrant, der keine 100 Meter vom brennenden Laster entfernt war, nicht nur mit Absperrmaterial umrandet, sondern auch noch mit einer riesigen Kiste, die eher einem kleinen Schuppen glich, total zugebaut. Mit viel Manpower und dadurch auch mit erheblicher Verzögerung gelang es schließlich, die Wasserversorgung aufzubauen. Da sich am Hydranten ein Wasserzähler befand lässt das die Vermutung zu, dass die Wasserentnahme von offizieller Stelle genehmigt wurde. Wer allerdings für die Umbauung des Hydranten verantwortlich ist, wird noch Bestandteil einer Ermittlung sein. Der Brand des Bitumenlasters ging jedoch noch glimpflich aus. Das Feuer konnten noch so rechtzeitig gelöscht werden, dass der Laster aus eigener Kraft, aber mit Feuerwehrbegleitung nach Bad Hersfeld auf einen Betriebshof fahren konnte. Was letztendlich die Ursache für den Brand war und wie hoch der entstandene Schaden ist, konnte noch nicht gesagt werden. Die Feuerwehr macht in diesem Zusammenhang noch einmal darauf aufmerksam, dass Hydranten immer zugänglich sein müssen. Es kann Menschenleben retten.