(YK). Am Dienstagabend wurde die Feuerwehr aus Wildeck-Obersuhl gegen 21.45 Uhr zu einem Fahrzeugbrand im Industriegebiet in Obersuhl gerufen. Bei Reparaturarbeiten an der Zugmaschine eines mit einer Panne im Industriegebiet liegengebliebenen Sattelzuges kam es aufgrund eines technischen Defekts zu einem Feuer im Werkstattwagen. Nach ersten Informationen kam es an einem Kompressor zu einem Brand, der sich sehr schnell auf den gesamten Werkstattwagen, einem Kleintransporter ausbreitete. Ein Ersthelfer, der mit seinem Feuerlöscher zur Brandstelle eilte, berichtete von mehreren kleinen Explosionen im Fahrzeug.

Beim Eintreffen der Feuerwehr aus Wildeck-Obersuhl stand der Kleintransporter bereits im Vollbrand. Mit zwei Rohren gingen die Feuerwehrleute unter Atemschutz gegen das Feuer vor, wobei sich ein Trupp auf den brennenden Transporter konzentrierte und ein Trupp eine Riegelstellung zum Sattelzug aufbaute um ein Übergreifen der Flammen auf den Sattelzug zu verhindern. Bereits nach kurzer Zeit hatten die Blauröcke das Feuer unter Kontrolle, als sich die Situation an der Einsatzstelle dramatisch veränderte. Im Werkstattwagen befanden sich zwei Gasflaschen, wobei eine Gasflasche, die mit Gas gefüllt war offensichtlich beschädigt war und Gas ausströmte. Unter größten Vorsichtsmaßnahmen wurde die defekte Gasflasche aus dem völlig ausgebrannten Transporter gehoben und an den Fahrbahnrand gelegt, wo sie passiv (ohne eine Person in der Nähe) mit Löschwasser gekühlt wurde. Gleichzeitig wurde die Einsatzstelle aufgrund der hohen Explosionsgefahr durch das ausströmende Gas weiträumig abgesperrt. In stündlichen Abständen wird seit Mitternacht die Temperatur der Gasflasche mit einer Wärmebildkamera überprüft. Nach Rücksprache mit einer Spezialfirma wird die Kühlung bis in die Morgenstunden vorgenommen. Gegen 7 Uhr wird von dieser Spezialfirma ein Fahrzeug mit einem explosionssicheren Behälter die Gasflasche aufnehmen und entsorgen. Die beiden Mitarbeiter des Werkstattwagens und der Fahrer des Sattelzuges verloren durch den Brand alle Papiere. Da sie nicht zu den Fahrzeugen zurückkehren konnten und die drei Personen in der Nacht nirgends untergebracht werden konnten, wurden sie vom DRK-Obersuhl zur nahegelegenen Wache abgeholt. Auf der Wache werden die Personen bis sie zu den Fahrzeugen zurückkehren können betreut. Über die Höhe des Sachschadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.

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