(YK). Am Dienstagabend wurde die Kirchheimer Feuerwehr gegen 21 Uhr zu einem nicht alltäglichen Einsatz in der Hauptstraße in Kirchheim alarmiert. Eigentlich sollten die Blauröcke eine Person von einem Dach retten. An der Einsatzstelle stellte sich die Einsatzlage dann aber völlig anders dar. Eine randalierende Person (31) war in ein Haus in der Hauptstraße eingedrungen und hatte mehrere Anwohner des Mehrfamilienhauses bedroht und eine männliche Person (35) dabei getötet.

Ein Bewohner, der vor dem Täter geflüchtet war, befand sich auf dem Dach und musste von der Feuerwehr unter Polizeischutz mit einer Steckleiter gerettet werden. Ein weiterer Bewohner konnte selbst aus dem Haus flüchten. Der Täter, ließ sich in unregelmäßigen Abständen an einem Fenster in der zweiten Etage blicken und warf die Wohnungseinrichtung und Haushaltsgegenstände aus dem Fenster. Das Sondereinsatzkommando der Polizei und viele Streifenwagen waren zu diesem Zeitpunkt bereits an der Einsatzstelle. Gegen 22 Uhr zündete der Täter dann den Raum an, in dem er sich verbarrikadiert hatte. Von der Kirchheimer Feuerwehr konnte der Zimmerbrand unter Polizeischutz jedoch sofort gelöscht werden. Ein Verhandlungsführer der Polizei nahm über Megaphon Kontakt mit dem Täter auf. Um 0.30 Uhr konnte der Täter durch das SEK festgenommen werden. Er wurde leicht verletzt und vor Ort vom Rettungsdienst behandelt. Die vor dem Täter geflüchteten Bewohner des Hauses wurden von der Seelsorge vor Ort betreut. Der Tatort wurde von der Polizei beschlagnahmt und die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie der Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim an der Einsatzstelle mitteilte, wird sich die Gemeinde nun um eine Unterkunft für die Bewohner des Hauses bemühen.

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