(YK). Am Montagmorgen kam es gegen 3.45 Uhr auf der A7 kurz hinter dem Hattenbacher Dreieck in Fahrtrichtung Norden zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Lastzug, bei dem der Fahrer schwer verletzt wurde. Bereits hinter Fulda fiel LKW-Fahrer Michael D. (38) der vor ihm fahrende Lastzug auf, der in Schlangenlinien fuhr und extrem die Geschwindigkeit wechselte. Der LKW-Fahrer rief mit seinem Handy die Polizei über den Notruf an und wurde zur Autobahnpolizei in Bad Hersfeld verbunden.

Bei laufender Telefonverbindung gab Michael D. immer wieder die Position des Lastzuges durch. Eine Streife erwartete das auffällige Gespann am Kirchheimer Dreieck, um den Fahrer zu kontrollieren. Dazu kam es jedoch nicht mehr. Kurz hinter dem Hattenbacher Dreieck verlor der 28-jährige Fahrer die Kontrolle über sein Gespann. Der Lastzug kam nach rechts von der Fahrbahn ab, fuhr in den Flutgraben und schleuderte nach links gegen die Mittelschutzplanke. Im weiteren Verlauf kippte der Lastzug nach rechts auf die Beifahrerseite, wobei der Anhänger auf der Mittelschutzplanke zum liegen kam und dabei leicht in den Gegenverkehr ragte. An der Zugmaschine öffnete sich die Heckklappe und die Ladung rutschte auf die Fahrbahn. Michael D. und ein weiterer LKW-Fahrer eilten zum verunglückten Lastzug und zerschlugen mit einem Hammer die Frontscheibe. Mit dem ganzen Körper warf sich Michael D. gegen die Frontscheibe bis ein so großes Loch entstanden war, dass der Fahrer aus seinem Fahrerhaus befreit und dem gerade eingetroffenen Rettungswagen übergeben werden konnte. Bei der Rettung machte der Fahrer einen offensichtlich berauschten Eindruck und gab auch an, Drogen genommen zu haben. Eine Streife der Autobahnpolizei begleitete den Rettungswagen in ein Krankenhaus, wo eine Blutprobe entnommen und der Führerschein sichergestellt wurde. An der Einsatzstelle musste die Feuerwehr aus Niederaula ausgelaufene Betriebsstoffe abbinden und die Fahrzeugtanks des Lastzuges leer pumpen. Für die Einsatzstelle der Feuerwehr gab es bereits auf der Anfahrt Probleme. Die Fahrzeuge mussten aufgrund fehlender Rettungsgasse auf die Standspur ausweichen, um an die Unfallstelle zu gelangen. Die Bergung des Lastzuges wird vermutlich bis in die Vormittagsstunden andauern. Aufgrund der Vollsperrung der A7 in Richtung Norden wird der Autobahnverkehr weiträumig umgeleitet. Es bildete sich ein Stau von mehreren Kilometern. Die Höhe des Sachschadens wird von der Polizei auf ca. 120.000 Euro geschätzt.

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